for Art and Technology Research
Ingeborg Reichle, Kunst aus dem Labor: Zum Verhältnis von Kunst und Wissenschaft im Zeitalter der Technoscience. Springer, Wien, 2005.
Das Verhältnis von Kunst und Wissenschaft war immer vielschichtig und ist heute im Zeitalter der Technosciences überaus prekär geworden. So erstaunt es nicht, dass schon vor Jahren zahlreiche Künstler das Arbeiten im Atelier gegen das Forschen im Labor eingetauscht haben. Seither begleiten Künstler die Transformation der modernen Naturwissenschaften hin zu den Technosciences seismographisch. Oszillierend zwischen der Technisierung des Lebendigen in den Biowissenschaften und der Verlebendigung der Technik innerhalb der Erforschung des künstlichen Lebens haben sich Protagonisten der Transgenic Art und der Artificial Life Art an die Aneignung von Methoden und Verfahren der Life Sciences herangewagt und immer neue Kunstformen entworfen.
Die umfassende Aufarbeitung dieser neuen Kunstrichtungen stellt Künstler und Künstlerinnen wie Suzanne Anker, Louis Bec, Oron Catts und Ionat Zurr, Catherine Chalmers, Jaq Chartier, Kevin Clarke, Critical Art Ensemble, Joe Davis, George Gessert, Peter Gerwin Hoffmann, Eduardo Kac, Pamela Davis Kivelson, David Kremers, Steve Kurtz, William Latham, Reiner Maria Matysik, Jon McCormack, Steve Miller, Simon Penny, Jane Prophet, Marc Quinn, Oliver Ressler, Ken Rinaldo, Christa Sommerer und Laurent Mignonneau, Gary Schneider, Pam Skelton, Nell Tenhaaf, K. D. Thornton, Gail Wight und Adam Zaretsky und viele weitere Kunstprojekte umfassend vor.
